Informationsveranstaltung Geesthacht 13.2.2014 - ErgoAktiv

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Informationsveranstaltung Geesthacht 13.2.2014

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Informationsveranstaltung
in Geesthacht
am 13.02.2014

 
 
 
 

Der große Tag - unsere erste offizielle Informationsveranstaltung zu unserem neuen Projekt Leben|s|LEITER.

Wie aufgeregt wir waren...viele Stunden Vorbereitungszeit und viele Nerven hat uns diese Veranstaltung gekostet. Und trotzdem - es hat sich in vielerlei Hinsicht sehr gelohnt!

Für viele von uns war es die erste derartige Präsentation - vor Publikum reden, sein Handeln erklären und ggf. kritisch hinterfragen lassen, das  sind neue Erfahrungen, die ganz viel Bauchkribbeln auslösen.

Alles begann mit der Idee, unser neues Projekt bekannter zu machen. Nachdem passende Räumlichkeiten im Oberstadttreff in Geesthacht gefunden wurden, ging es um die Bekanntmachung des Termins. Als neues Projekt mit sehr geringen finanziellen Mitteln waren wir herausgefordert, Unterstützer zu finden, die eine solche Veranstaltung ermöglichen: Für eine Kuchenspende konnten die Bäckereien Eggers und Claußen aus Lauenburg gefunden werden. Das technische Equipment wurde vom Therapiezentrum Mucha zur Verfügung gestellt.

Nachdem Dr. Heißler (Chefarzt der psychiatrischen Abteilung des Johanniter Krankenhauses Geesthacht) und Herr Spiegelberg (Verbundmanager der Brücke S-H, Autor) als Redner für die Informationsveranstalung des Projektes Leben|s|LEITER gewonnen werden konnten, wurde ebenfalls die Presse eingeladen.

Endlich war es soweit - 13.02.2014, 15.55 Uhr:
Ca. 35 Personen waren erschienen, der Raum des Oberstadttreffs gut gefüllt. Neben Fachleuten des Sozialpsychiatrischen Dienstes, des Jobcenters Geesthacht oder des Betreuungsvereins waren auch mehrere Interessierte erschienen, um sich über das neue Projekt Leben|s|LEITER und die daraus resultierenden Möglichkeiten zu informieren.

Herr Gorges moderatierte zum allerersten Mal eine solche Veranstaltung - und das sehr gut.
Im Rahmen einer Powerpoint-Präsentation wurde ein erster Eindruck von dem Projekt Leben|s|LEITER vermittelt. Fragen konnten geklärt und Anregungen aufgegriffen werden.

Für uns als Projektteam Leben|s|LEITER ein voller Erfolg - und die Grundlage an Motivation und Erfahrung für eine weitere Veranstaltung in dieser Art und in weiteren Formen.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Mitgliedern des Projektteams Leben|s|LEITER für ihren unermüdlichen Einsatz, ihr tolles Engagement und den aufgebrachten Mut, eine solche Veranstaltung zu planen und durchzuführen, herzlich bedanken! Ich freue mich auf eine weitere Zusammenarbeit mit Euch!!!

Jennifer Huth (Projektleitung)

 
 
 
 

Pressemitteilung zur Informationsveranstaltung in Geesthacht am 13.02.2014:

 
 

Bericht in den Lübecker Nachrichten, 16.02.2014


Schwarzenbek
Hand in Hand mit dem „Lebensleiter“
„Experten aus Erfahrung“ nennen sich ehemals psychische Kranke, die ihr Handicap überwunden haben und nun andere Betroffene im Alltag unterstützen können. Neuer Verein in Schwarzenbek gegründet.
15.02.2014 18:15 Uhr



Von links: Vorsitzender Johann Mucha, Stellvertreterin Christa Glusa, Lebensleiter Dominique Gustävel, Projektleiterin Jennifer Huth.
© ge


Schwarzenbek. Menschen mit psychischen Erkrankungen brauchen Unterstützung, nicht nur von Ärzten, sondern vor allem auch im Alltag. Das neue Projekt „Lebensleiter“ soll genau diese Aufgabe erfüllen. Das Besondere: Die Helfer sind „Experten aus Erfahrung“, also ehemalige psychisch Kranke.

Der noch junge Verein Ergoaktiv, 2013 in Schwarzenbek gegründet, hat dieses Projekt entwickelt. Vereinsvorsitzender Johann Mucha: „Psychisch behinderte Menschen sind leistungsfähig. Sie brauchen nur etwas Unterstützung. Der Verein will die Betroffenen nicht nur in Beschäftigung bringen, sondern sie auch in der Freizeit stärken, ihnen die Angst vor anderen Menschen nehmen.“

Lebensleiter sind ehrenamtliche Mitarbeiter, die selbst eine psychische Krankheit durchlebt haben und denen es gelungen ist, ihren Alltag wieder erfolgreich zu meistern und mit den Besonderheiten ihrer Erkrankung umzugehen. Sie haben sich zu „Experten aus Erfahrung“ entwickelt, die ihr Wissen um einen erfolgreichen Umgang mit den Krankheitssymptomen weitergeben wollen. Kooperationspartner sind psychosoziale Einrichtungen, zum Beispiel das Johanniter-Krankenhaus Geesthacht, das Therapiezentrum Mucha (Schwarzenbek/Lauenburg) oder die Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft im Kreis. Ein Beispiel für den Einsatz der Lebensleiter: Frau M. hat als Kind bei einem Autounfall ihren Vater verloren, kurze Zeit später starb ihre psychisch kranke Mutter. Frau M. wuchs bei einer Tante auf.

Seit ihrer Jugend litt sie an einer Psychose, hörte Stimmen. Inzwischen sind die psychotischen Phasen weniger geworden, ihre extremen Ängste sind geblieben. Frau M. möchte regelmäßig Sport machen, traut sich aber nicht allein in einen Kursus. Hier hilft ein Lebensleiter, der aufgrund einer eigenen Angsterkrankung sich gut in die Problematik einfühlen kann. Die „Expertin aus Erfahrung“

begleitet Frau M. ein halbes Jahr zum Sport, danach schafft sie es allein. „Wir möchten Stigmatisierungen abbauen, und dass die Leistung der Psychiatrie-Erfahrenen anerkannt wird“, sagte Vorsitzender Mucha in einer Informationsveranstaltung mit Fachleuten. Eingeladen war auch Dr. Mathias Heißler, Chefarzt der psychiatrischen Abteilung im Johanniter-Krankenhaus. „Rund 2000 Menschen im Kreis leiden an einer psychischen Erkrankung, Tendenz steigend, seit offen über Burnout und Depressionen gesprochen wird“, sagte Heißler. Eine Psychotherapie sei nur in einem längeren Zeitraum erfolgreich.

„Sicher ist: Wer eine sinnvolle Beschäftigung hat, erleidet nicht so schnell einen Rückfall“, betonte Heißler und verwies auf den bereits vor 20 Jahren gegründeten Verein „Arbeit nach Maß“, deren Mitarbeiter im Verpackungsbereich, in einem Waschcafé und einem Second-Hand-Laden arbeiten. „Die Betriebe sind offener geworden und bereit, den Kollegen zu helfen, seit sich Depressionen und Burnouts häufen“, betonte Heißler. Ein guter Weg in der Behandlung sei das „supported employment“. Das bedeutet: Kranke Menschen erst am Arbeitsplatz platzieren und dann trainieren.

Mitgliedschaft für 25 Euro
Der Verein Ergoaktiv (40 Mitglieder) wurde im März 2013 in Schwarzenbek gegründet. Unter seinem Dach gibt es zwei Projekte: Jobcoaching (ein gezieltes Fähigkeitentraining unterstützt Menschen mit Behinderungen, einen Arbeitsplatz zu finden) und Lebensleiter (Begleitung psychisch Kranker). Die Mitgliedschaft im Verein kostet 25 Euro im Jahr. Ansprechpartner: Christa Glusa (Zweite Vorsitzende), Telefon
0 41 52/83 99 46.


Silke Geercken

 
 
 
 
 
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